Wien, von vielen auch Italiens nördlichste Stadt genannt, bietet sehr viel Charme. Unter den Klassikern einer Stadtrundfahrt Wien kennt man den Prater mit dem historischen Riesenrad, die Donau, Mozart und den Stephansdom. Doch abseits davon liegen Sehenswürdigkeiten, die eine spezielle Geschichte erzählen und uns an eine Tour bei Exit The Room erinnern.

1. Friedhof der Namenlosen

Hier sind tatsächlich nur Leute beerdigt, von denen keiner weiß, wer sie sind. Ein etwas anderer Ort, direkt an der Donau gelegen und um die Stimmung passend zu machen, oft in Nebel gehüllt. Dieser Friedhof der Namenlosen ist bereits der zweite seiner Art, der erste wurde so oft überschwemmt, dass er aufgelassen wurde.

Gräber von unbekannten Toten auf dem Wiener Friedhof der Unbekannten

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Nur, wieso gibt es so viele namenlose Unbekannte in Wien, dass man Ihnen einen eigenen Friedhof gibt? Was geht hier vor sich, was in anderen Städten nicht passiert? Es fängt mit der Donau an. Ganz in der Nähe des Friedhofs liegt eine Stelle, an der seit Jahrhunderten Treibgut angeschwemmt wird, darunter auch die eine oder andere Wasserleiche, die den Strom hinuntertrieb. Die erste Beerdigung fand 1840 beigesetzt, in den 100 Jahren, die darauf folgten, kamen viele weitere hinzu. Damals gab es keine DNA Analysen und die meisten Wasserleichen waren schon so weit zersetzt, dass man keine Identifikation mehr durchführen konnte. Da die Kirche und Obrigkeit nicht sicher waren, ob die Leiche ein Selbstmord gewesen ist, wurde ihnen die Beerdigung auf den anderen Friedhöfen verweigert. Also musste ein neuer Friedhof her. 1940 fand hier die letzte Bestattung statt, seitdem werden unbekannte Wasserleichen auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet. Bis heute wird der Friedhof ausschließlich von Ehrenamtlichen gepflegt und ist kein Teil des Wiener Friedhofsamtes. Jeder kann ihn besuchen und sich von seiner besonderen Stimmung einhüllen lassen. Jedes der Kreuze verbirgt ein Rätsel. Wer war diese Person? Wieso starb er oder sie in der Donau? Wie weit trieb die Leiche, bis sie hier angespült wurde? Wie alt war die Person? Wir werden es nie erfahren, jeder nahm sein Geheimnis mit ins nasse Grab.

2. Die Wotrubakirche

Man muss kein Anhänger moderner Architektur sein, damit einem beim Anblick dieser Kirche der Atem wegbleibt. Leider sieht man sie auf keiner Wien Stadtrundfahrt, denn diese Kirche ist mindestens so sehenswert, wie der Stephansdom!

Gleich beim ersten Anblick werfen sich Fragen über Fragen auf. Wie kann das alles stabil sein? Was hat sich der rätselhafte Architekt dabei gedacht? Und, wieso macht sonst keiner sowas Cooles?

Was wie ein überdimensionales Jenga-Spiel aussieht, ist in Wahrheit eine Wiener Kirche

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Die Wotrubakirche, erst vor 43 Jahren fertiggestellt, besteht nur aus riesigen Betonklötzen, die wie bei einem Jenga-Spiel scheinbar kippelig aufeinander gestapelt dastehen. Zwischen den Blöcken sind Glasscheiben eingelassen – die Fenster der Kirche. Ihr solltet unbedingt an einem sonnigen Tag hier herkommen, denn dann bilden die Fenster im Innenraum ein magisches Farbenspiel, dem keiner widerstehen kann. Da die Kirche katholisch ist, ist sie tagsüber außerhalb der Gottesdienste frei zugänglich, einfach Türe auf und staunen.

3. Müllverbrennungsanlage Spittelau

Die kunterbunte Fassade der Müllverbrennungsanlage im Hundertwasserstil

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Kein Scherz! Eine der besten Sehenswürdigkeiten in der Nähe von Wien ist die Müllverbrennungsanlage im Bezirk Spittelau. Dieses verrückte Gebäude erfüllt zwar nur einen ganz profanen Zweck der Stadtverwaltung, aber die Außenseite ist komplett im Hundertwasserstil gebaut worden. Wer war jetzt Hundertwasser? Einer dieser verrückten Architekten, die alles bunt und bunter gestalten und Dingen völlig außergewöhnliche Formen geben. Alle seine Bauwerke sind in erster Linie Kunstwerke während das Gebäude eher Nebensache ist. So sind auf allen Dachecken der Müllverbrennungsanlage große goldene Kugeln montiert und die Fassade strahlt in allen erdenklichen Farben. Ursprünglcih war das Gebäude ein schlichter Betonklotz, wie in jeder anderen Stadt. Doch nach einem Brand 1987 entschloss man sich dazu, der Anlage Glamour zu verleihen. Kannst du dir immer noch nicht vorstellen? Geh einfach mal hin und überzeug dich selbst davon.

Wenn du noch mehr rätselhafte Dinge in und um Wien erfahren willst, oder selbst Rätsel knacken willst, dann komm doch zum Escape Room Wien! Hier kannst du deine Freunde oder Kollegen mitbringen und zusammen könnt ihr euch bei unseren kniffligen Escape Games den Kopf zerbrechen.